Das Brunnenmagazin gewinnt durch die Zusammenarbeit mit ZWISCHENWELTEN neue Autor:innen und erweitert seine Themen. Nach einer Redaktionssitzung erzählen Dominique Hensel und Süleyman Bağ, was sich in der Bürgerredaktion verändert hat und wie Menschen auch dann mitschreiben können, wenn sie ihre Texte lieber in einer anderen Sprache verfassen.

Die Bürgerredaktion des Brunnenmagazins kam zusammen, um die aktuelle Ausgabe zu besprechen und die nächste zu planen. Dominique Hensel, die redaktionelle Leiterin, erklärt im Video, wie das Team beide Veröffentlichungswege aufeinander abstimmt. Das gedruckte Kiezmagazin erscheint viermal im Jahr, auf brunnenmagazin.de gibt es täglich einen neuen Beitrag.

Zuletzt hat die Redaktion die Berliner Wahlen aus verschiedenen Blickwinkeln begleitet. Die Autor:innen gingen unter anderem der Frage nach, wie sich die Parteien zu Themen wie Müll im Kiez und Migration positionieren.

Nachbar:innen bringen ihre Themen ein

Seit Beginn der Zusammenarbeit mit ZWISCHENWELTEN schaut die Redaktion laut Hensel genauer auf Themen, die auch Nachbar:innen mit Migrationsgeschichte betreffen. Neue Autor:innen bringen diese Themen selbst ein und schreiben darüber.

Nach neun Monaten zieht Hensel eine positive Bilanz. Das Team sei vielfältiger geworden, und das Magazin erreiche mehr Menschen. Wer etwas über Wedding oder das eigene Viertel erzählen möchte, sei in der Bürgerredaktion willkommen.

Süleyman Bağ, Journalist und Projektleiter von ZWISCHENWELTEN, sieht darin auch eine Frage der Zugehörigkeit. Die Vielfalt sei im Alltag des Viertels längst da. Wenn Nachbar:innen mit ihren Geschichten und Erfahrungen im Magazin vorkommen und selbst zu Wort kommen, könne das ihre Verbundenheit mit dem Kiez stärken.

Ein Beitrag, zwei Sprachfassungen

Das Brunnenmagazin hat seit mehr als zehn Jahren ein eigenes redaktionelles Profil und erscheint weiterhin auf Deutsch. Wer einen Beitrag lieber in einer anderen Sprache schreibt, kann sich dennoch beteiligen. ZWISCHENWELTEN übersetzt solche Texte ins Deutsche und achtet dabei darauf, die Stimme der Autor:innen zu bewahren.

Hensel stand einer eigenen Website für ZWISCHENWELTEN zunächst skeptisch gegenüber. Inzwischen sieht sie darin einen Vorteil. Auf der Projektwebsite können Texte in ihrer Originalsprache erscheinen. Beide Sprachfassungen lassen sich miteinander verlinken, sodass Leser:innen denselben Beitrag in der Sprache lesen können, die ihnen besser liegt.

▶️ Im Video erzählen Dominique Hensel und Süleyman Bağ, wie die Bürgerredaktion ihre Themen plant und wie mehrsprachige Beiträge ihren Weg ins Magazin finden.

https://youtu.be/jGBnj_ywZm0

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